
Raketenkind, das sind zwei Jungs vom Bodensee, die gemeinsam vorantreiben, was vorangetrieben gehört. Die beiden Rotzlöffel mit Hang und Drang zu großen Melodien, gepflegten Discobeats und kantigen Vokalen haben sich aufgemacht, rätselhafte Hooklines zu berserkern. Sie wollen Unruhe stiften und demonstrieren imposant: Rocken und Dancefloor müssen kein Widerspruch sein. Bass, Gitarre, zwei digitale Rechenschuber und prima deutsche Texte. Hier trifft melancholisch-melodiöser Pop auf Electrorock mit Arschtritt. Aufgeräumt, treibend, eingängig, flirrend und stampfend. Pathetisch as fuck. So wird Farbe tapeziert, minimale Muster bei 130 bpm.
Raketenkind raufen mit Tomte schon mal um Vocale, die mit der Münchner Freiheit und Weezer liebevoll zum klingen gebracht werden, um sie dann – kurzerhand und wie von Sinnen - wieder feierlich zu Bratze und Spillsbury an die nächstbeste Wand zu klatschen. Kleiner Elektro schießt mit Dreckschleuder auf großen Pop. Individuell und apart meinen die einen, eine Frechheit die anderen.
Die beiden Konstanzer Timo Warken (Git, Voc) und Sebastian Hoggenmüller (Bass, Synthie, Voc) gratwanderten zwischen Tanzfläche und Melancholie bereits durch Deutschland, Österreich, Luxemburg und die Schweiz. Sie bespielten die Bretter unter anderem vor der Mediengruppe Telekommander, dem Jeans Team, Attwenger, Binder&Kriegelstein, Quit Your Dayjob, Mono&Nikitaman, Mauracher und Afrob. 2008 erhielt das Raketenkind eine Nominierung bei den bodensee music awards in der Kategorie „best band“. Ihr Debutalbum ist für Frühling 2009 geplant, natürlich im Lindauer Hause Bodensee Records. Da is noch viel zu kommen... Donn F. Eisele Myspace Raketenkind |